Hier findest du den Blogbeitrag von Neylani - professionelle Energiearbeit zu dem Thema „Frauenarzt und Honigdiaphragma - eine Alternative zur hormonellen Verhütung"

Pille, Vaginalring, Dreimonatsspritze, Verhütungspflaster, Hormonimplantat (Stäbchen), Hormonspirale… Die Verhütungsklassiker. Der gemeinsame Nenner? Künstliche Hormone! Entscheidet man sich als Frau gegen eine hormonelle Verhütung, dann lichtete sich das Feld der „sicheren“ Möglichkeiten rasch.

Wie verhüten die meisten Österreicher/innen?

Laut dem Verhütungsreport von 2015 (zuletzt durchgeführt im Jahr 2012) gilt nach wie vor die Pille als häufigstes Verhütungsmittel bei Frauen in Österreich. Gefolgt von der Hormonspirale und der Dreimonatsspritze. Männer verhüten dagegen am häufigsten mit Kondom (sind wir mal ehrlich – so viele Verhütungsmöglichkeiten für Männer gibt es da nicht), gefolgt von „Coitus interruptus“ und der Vasektomie.

Der Studie zufolge verwenden bereits 15% der Frauen, die selbst verhüten, bewusst keine hormonellen Methoden. Begründet wird dies mit der Befürchtung vor negativen Nebenwirkungen auf Grundlage von Berichten oder aus eigener Erfahrung (Lustlosigkeit, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Gereiztheit, Thrombose, Brustspannen, Unfruchtbarkeit, Hautprobleme). Andere wiederum verzichten auf hormonelle Verhütungsmethoden aus der eignen Überzeugung heraus, dass „Hormone nicht gesund sein können.“

Nach wie vor gelten die hormonellen Verhütungsmittel laut Pearl Index, neben der Sterilisation und der Kupferspirale, als die wirkungsvollsten Verhütungsmethoden. Interessanterweise liegt die Pille, laut Pearl Index, jedoch nur auf Platz 5 aller Verhütungsmittel für Frauen. Auch das von Männern bevorzugte Kondom wird in seiner Wirkung als Mittel gegen ungewollte Schwangerschaften überschätzt. Entgegen der Meinung vieler, gilt das Kondom mit im Schnitt 15 Schwangerschaften bei 100 Frauen, laut Pearl Index als nur mäßig wirksam.

Als Alternative zu hormonellen Verhütungsmethoden wird von Frauen am häufigsten der „Coitus interruptus“ angewendet. Gefolgt von „Tage zählen“, „Selbstbeobachtung“ (Temperaturmethode, Verhütungscomputer), „Kupferspirale“ und „Sterilisation“.

Eine Alternative zu hormonellen Verhütungsmethoden

Aufgrund vieler Gespräche mit Frauen ist mir eines immer wieder aufgefallen: Frauen, die die Meinung vertreten, dass es keinen Sinn macht einen gesunden und funktionierenden Hormonhaushalt künstlich zu ersetzen, sind auch nicht von der Idee begeistert eine künstliche Entzündung (Kupferspirale) in ihrem Körper zu erzeugen. Dennoch wollen sie eine möglichst sichere Form der Verhütung (wer möchte das schließlich nicht?). „Coitus interruptus“, „Tage zählen“ und „Selbstbeobachtung“ gehören also definitiv nicht dazu und sind im Grunde genommen, keine befriedigende Alternative. Auch „Sterilisation“ ist in der Regel bei vielen Frauen kein Thema.

Nach sorgfältiger Recherche hat mir ein Arzt (kein Frauenarzt!) einen Verhütungstipp gegeben. Diesen Tipp gebe ich seither immer an alle Frauen weiter, die vor dem besagten Problem mit hormonellen Verhütungsmitteln stehen. Und zwar deshalb, weil ich persönlich von diesem Ratschlag sehr viel halte (wer nicht der gleichen Meinung sein sollte, ist auch in Ordnung). Der Tipp: das Honigdiaphragma.
Das Honigdiaphragma ist laut Pearl Index sicherer als das Kondom, sollte alle 1-2 Jahre ausgetauscht werden und kostet ca. € 90,- (also ein wirkliches Verhütungsschnäppchen).

Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv. Während der Regelblutung wird das Honigdiaphragma in Honig (normaler Honig aus dem Supermarkt) aufbewahrt. Beim Herausnehmen einfach mit lauwarmen Wasser abspülen und sicherheitshalber auf Risse oder undichte Stellen untersuchen. Auch muss keine samenschädigende Creme aufgetragen werden, wie dies bei anderen Diaphragmen der Fall ist. Einfach einführen und fertig.

Nach dem Geschlechtsverkehr kann das Honigdiaphragma nach nur 9 Stunden wieder sicher entfernt werden (wenn man möchte). Man kann es aber auch einfach mehrere Tage lang eingeführt lassen. Man spürt es im Alltag nicht und auch beim Geschlechtsverkehr ist das Honigdiaphragma in der Regel nicht störend.
Wer natürlich unter einer Latexallergie leidet, kann auf diese Form der Verhütung nicht zurückgreifen.

Pearl Index Honigdiaphragma

Warum trotz Diaphragma 12 von 100 Frauen ungewollt schwanger werden (laut Studie), liegt vermutlich an der falschen Pflege oder Handhabung.
Ein Honigdiaphragma sollte nur mit Honig und lauwarmen Wasser in Berührung kommen.

Auch ist es ratsam, zunächst Erfahrung mit der richtigen Positionierung des Diaphragmas zu sammeln. Das Diaphragma sollte immer den Gebärmutterhals bedecken. Empfohlen wird daher eine Woche lang täglich das Diaphragma einzuführen, ohne Geschlechtsverkehr zu haben (also nur mit dem Diaphragma als Verhütungsmethode). Am besten die Woche darauf einen Nachtermin beim Frauenarzt vereinbaren und vor Ort die Sitzposition des Honigdiaphragmas kontrollieren lassen. Damit kann ein möglicher Positionierungsfehler in der Zukunft so gut wie ausgeschlossen werden.

Ebenfalls ist es wichtig, sich die Größe des Diaphragmas beim Frauenarzt direkt anpassen zu lassen. Und zwar nicht nur beim Erstkauf, sondern auch vor jedem weiteren Kauf eines Honigdiaphragmas, oder nach einer Schwangerschaft. Anpassen bedeutet in diesem Fall, dass die vorhandenen unterschiedlichen Größen der Diaphragmen direkt am Muttermund angesetzt werden. Ein Frauenarzt kann somit leicht erkenne, welche Größe zu Ihnen passt.

Frauenärzte in Innsbruck und das Honigdiaphragma

Übrigens kann man sich das Honigdiaphragma von jedem Frauenarzt in Innsbruck (und vermutlich auch in ganz Tirol) anpassen und verschreiben lassen. Bestellt und abgeholt werden kann es dann allerdings nur bei einer einzigen Frauenärztin in Innsbruck. Warum das so ist, ist mir selbst ein Rätsel. (Ich bitte an dieser Stelle um Verzeihung, aber ich möchte keine Werbung für einen bestimmten Frauenarzt in Innsbruck machen. Bei gegebenen Anlass wird Ihr Frauenarzt Ihnen die Anlaufstelle mitteilen.)

Auch stelle ich mir des Öfteren die Frage, warum so wenige Frauen bislang von der Verhütungsmethode „Honigdiaphragma“ gehört haben. Es scheint mir in Relation zu hormonellen Verhütungsmethoden doch eine recht gute Alternative darzustellen. Natürlich könnte man an dieser Stelle eine Verschwörungstheorie gegen die Pharmaindustrie starten – was ich aber nicht tue oder möchte. Eine plausible Antwort kann und wird Ihnen nur Ihr Frauenarzt geben…

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